Protest

Mit einem Protest zeigst du:
Ich bin gegen etwas.
Ich will, dass sich etwas ändert.
Du kannst mit einem Protest viele Menschen erreichen.
Es gibt verschiedene Arten von Protest:

Demonstration

Alle Menschen in Wuppertal dürfen sich immer versammeln.
Versammeln sich die Menschen auf der Straße oder auf einem Platz?
Und protestieren sie für oder gegen etwas?
Dann ist das eine Demonstration oder kurz Demo.
Planst du eine Demo?
Dann musst du die Demo 48 Stunden vorher anmelden.
Du brauchst keine Erlaubnis von der Polizei.
Aber die Polizei muss auf die Sicherheit achten.
Darum kann die Polizei zum Beispiel bestimmen:
Die Demo darf nicht an diesem Ort sein,
sondern muss an einem anderen Ort sein.

Klick hier für mehr Infos bei der Polizei.
Diese Seite ist nicht in Leichter Sprache.

Plakate

Du kannst Plakate zu einem bestimmten Thema machen.
Du kannst in Geschäften fragen,
ob du Plakate aufhängen darfst.
Du kannst das Plakat in dein Fenster hängen.
Oder du kannst es zu einer Demo mitbringen.
Alle sehen dann dein Plakat.
Und so zeigst du allen: Das Thema ist mir wichtig.

Veranstaltungen

Du kannst eine eigene Veranstaltung machen.
Lade Personen ein, mit denen du über dein Thema reden willst.
Oder mach eine Veranstaltung gegen etwas.
Zum Beispiel:
Es gibt ein Fest zur Eröffnung von einem Parkhaus.
Du und deine Freunde seid gegen das Parkhaus.
Ihr findet: Es braucht mehr Platz für Fahrräder.
Darum macht ihr zur gleichen Zeit ein Info-Treffen.
Bei diesem Info-Treffen sprechen Fachleute für Fahrräder.

Petition

Bei einer Petition sammelt man Unterschriften für oder gegen etwas.
Du kannst dich auf die Straße stellen und Unterschriften sammeln.
Aber leichter geht es im Internet.

Zum Beispiel bei diesen Internet-Seiten:
change.org
We act
OpenPetition,
und bei den Internet-Seiten von Landtag oder Bundestag

Du musst viel Werbung für deine Petition machen.
Dann unterschreiben auch viele Menschen.
Und dann ist deine Petition vielleicht erfolgreich
und es ändert sich etwas in der Politik.

Soziale Medien

Nutz Soziale Medien für deinen Protest,
zum Beispiel Instagram oder TikTok.
Mach ein Video oder Foto.
Nutz das Zeichen # vor wichtigen Wörtern in deinem Beitrag.
Zum Beispiel: #wuppertal
Das Zeichen nennt man Hashtag.
Dann finden auch andere deinen Beitrag dazu.
Auch viele Politiker*innen sind bei den Sozialen Medien.
Markier sie mit einem @ und ihrem Namen.
Dann bekommen sie eine Info über deinen Beitrag.

Schreib ein Lied

Viele Menschen hören gerne Musik.
Schreib doch mal ein Lied über dein Thema.
Viele Protest-Lieder sind sehr bekannt.
Zum Beispiel „99 Luftballons“ von Nena
oder „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten.

Gegen die Regeln

Manchmal ist ein Protest mit Absicht gegen die Regeln.
So ein Protest bekommt nämlich viel Aufmerksamkeit.
Zum Beispiel:
Du willst verhindern, dass Bäume gefällt werden.
Und darum kettest du dich an die Bäume.
Oder du blockierst die Straße,
damit die Baum-Fäller nicht durchkommen.
Die Medien berichten über deinen Protest.
Aber die Polizei sagt dir: Lass das sein und geh weg.
Du machst das aber nicht.
Dann ist das gegen die Regeln.
Man nennt das auch: Ziviler Ungehorsam.

Die Polizei mag es nicht, wenn man etwas gegen die Regeln macht.
Darum trägt sie dich zum Beispiel weg
oder sie macht die Ketten weg.
Der Protest ist dann vorbei. Wichtig:
Dein Protest gegen die Regeln soll niemanden verletzen.
Gewalt ist nie ein guter Protest.

Illustrationen: © Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Illustrator Stefan Albers.